Axolotl sind in der Natur zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt. Die natuerlichen und eingefuehrten Fressfeinde haben massgeblich zum dramatischen Rueckgang der Wildpopulation beigetragen.
Natuerliche Fressfeinde
In ihrem natuerlichen Lebensraum, dem Xochimilco-Seensystem, hatten Axolotl historisch relativ wenige natuerliche Feinde:
- Reiher und andere Wasservoegel: Schnappen Axolotl von der Oberflaeche
- Grosse Wasserschlangen: Gelegentliche Beute
- Artgenossen: Groeessere Axolotl fressen kleinere (Kannibalismus)
Invasive Arten: Die groesste Bedrohung
Die groesste Gefahr fuer Wildaxolotl sind vom Menschen eingefuehrte Fischarten:
| Invasive Art | Bedrohung | Eingefuehrt wann |
|---|---|---|
| Tilapien | Fressen Eier und Larven | 1970er-1980er Jahre |
| Karpfen | Zerstoeren Lebensraum, fressen Eier | Seit dem 19. Jahrhundert |
| Schwarzbarsche | Aktive Raeuber, fressen Jungtiere | Seit den 1900er Jahren |
Diese invasiven Fische haben den Axolotl-Bestand in der Wildnis um geschaetzt ueber 99% reduziert. Sie sind effizienter als alle natuerlichen Feinde zusammen.
Bedrohungen in Gefangenschaft
Auch in Aquarien koennen Axolotl Opfer von Mitbewohnern werden:
- Grosse Fische: Knabbern an Kiemen, ein Grund warum Mitbewohner problematisch sind
- Groessere Axolotl: Koennen kleinere Artgenossen angreifen
- Krebse und Krabben: Verletzen mit Scheren
Die sicherste Loesung ist die Haltung gleichgrosser Axolotl ohne andere Tierarten im Becken.
Verteidigungsmechanismen
Axolotl haben kaum aktive Verteidigungsmoeglichkeiten:
- Verstecken: Hauptstrategie, daher sind Verstecke im Aquarium wichtig
- Schnelles Wegschwimmen: Kurze Fluchtreaktionen durch Schwanzbewegung
- Regeneration: Verlorene Gliedmassen koennen nachwachsen (kompensiert Angriffe, verhindert sie aber nicht)
Auswirkungen auf den Artenschutz
Die Kombination aus Fressfeinden und Habitatverlust hat den Axolotl zu einem der am staerksten bedrohten Tiere der Welt gemacht. Artenschutzprogramme konzentrieren sich darauf, invasive Arten aus den verbliebenen Axolotl-Habitaten zu entfernen und sichere Zuchtpopulationen in Gefangenschaft zu erhalten.